13.11.2016

20. Kultur pur!

Vor einem Jahr hätte ich jeden ausgelacht, der mir gesagt hätte, dass Oxford mal eine Stadt für mich werden würde, die ich so gut wie jede Woche besuchen kann. Ich meine, selbst die Tatsache, dass ich in Großbritannien bin, fühlt sich trotz allem manchmal noch völlig absurd an.
Doch ich bin hier. Schon über zwei Monate.
Wer hätte das gedacht? Ich nicht, wenn ich ganz ehrlich bin.
Neues und Risiko sind im Normalfall nicht meins, aber ich bin so froh, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin. Meine liebe Freundin J hat mir damals den fehlenden Tritt in den Hintern gegeben und dafür bin ich ihr so dankbar. Ich hätte es sonst wirklich bereut!


In meinem ersten Post über Oxford habe ich euch bereits von den vielen schönen, alten Gebäuden berichtet, die ich mir damals leider nur von außen anschauen konnte. Seitdem sind jedoch schon viele Wochen vergangen und mit ihnen weitere Ausflüge. Natürlich habe ich es mir mit mehr Zeit nicht nehmen lassen, eins, zwei Sachen von innen anzusehen. Ja, kulturell war ich bis jetzt noch nicht besonders aktiv. Der Post-Titel sollte vielleicht mit einem sarkastischen Unterton gelesen werden. Schuld daran sind einfach die großen Drogeriemärkte und Läden, die das Mädchen in mir magisch anziehen. Ich kann nichts dafür!

...aber zum Glück ist der kultur-interessierte Touri in mir trotzdem zum Vorschein gekommen.

09.11.2016

19. milk and honey by rupi kaur


"this is the journey of
surviving through poetry
this is the blood sweat tears
of twenty-one years
this is my heart
in your hands
this is
the hurting
the loving
the breaking
the healing"

- rupi kaur



Dieses Buch...ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Bevor ich es zu meinem Geburtstag bekommen habe, stand es bestimmt eine halbe Ewigkeit auf meiner imaginären Wunschliste. Mir liegt eher die Epik - merkt ihr vielleicht an meinen längeren Texten - aber von Zeit zu Zeit schreibe ich auch mal den ein oder anderen Vers oder ein Gedicht. Dazu liebe ich es auf instagram oder tumblr durch Profile zu scrollen, die diese kleinen, weisen Sprüchlein posten. Mein Handy ist voller Screenshots. Durch diese social medias bin ich letztendlich auch auf dieses Buch gestoßen, da es genau meinen Geschmack triftt.

milk and honey wurde im November 2014 veröffentlicht und beschäftigt sich mit Liebe, Verlust, Trauma, Heilung und Feminität. In vier Abschnitten - the hurting, the loving, the breaking, the healing - schreibt die Autorin zwar einfach, aber sehr ehrlich und wunderschön über Erfahrungen, die so gut wie jede junge Frau macht. Mit Hilfe eigener kleiner Illustrationen werden ihre Worte verstärkt. Das Buch mag vielleicht kein aufwendiges Cover haben und fällt an sich sehr schlicht aus, doch das, was darin steht, ist aussagekräftig genug.



Rupi Kaur hat bereits in ihrer Kindheit gezeichnet und später ihre Liebe zum Schreiben von Gedichten entdeckt. Ihre Leidenschaft ist es, sich auszudrücken und durch ihre Kunst und ihre Worte tut sie genau das. Sie ist wirklich eine unglaublich interessante junge Frau. Wenn ihr mehr über sie erfahren wollt, besucht ihre Internetseite.

Auch wenn es nur in der Originalsprache erhältlich ist, kann ich wirklich jedem empfehlen, mal einen Blick in dieses Meisterwerk zu werfen. Es hat mir persönlich in einem sehr schwierigen Moment beigestanden und dadurch nun einen besonders großen Platz in meinem Herz für Bücher bekommen. Und sollte einer von euch nicht genug Geld haben, um sich das gute Stück kaufen zu können, ich besitze zwei Ausgaben!

Frohes Lesen,
 eure Nina

04.11.2016

18. Bastille & Bournemouth

Letzten Freitag ging es für mich zurück nach Bournemouth. Allerdings nicht für lang. Grund für meinen Besuch: ein Konzert von Bastille! Eine Band, die sicher einige von euch kennen (Wenn nicht, unbedingt mal reinhören!) und welche ich erst letztes Jahr auf dem Lollapalooza in Berlin, wirklich zu schätzen und lieben gelernt habe. Die meiste meiner freien Zeit habe ich zwar in Bussen verbracht, aber es hat sich definitiv gelohnt...schon allein wegen der kleinen Auszeit vom Hotel.

Eigentlich hatte ich mich schon mit dem Gedanken abgefunden, auf keinerlei Konzerte oder Ähnliches während meines Englandaufenthalts gehen zu können. Viele Künstler und Bands, die ich mag, sind diesen Herbst auf Tour. Natürlich nicht nur in Deutschland, aber ich hatte befürchtete, dass ich nicht so schnell von A nach B aus dem kleinen Village kommen würde, in dem das Hotel steht.
Zu dem Bastille Konzert wollte ich sofort, nachdem ich herausgefunden hatte, dass sie in Bournemouth spielen würden. Als dann die E-Mail kam, dass ich für meinen Job woanders hinziehen muss, war die Enttäuschung durchaus groß. Aber es kommt eben immer anders als gedacht!


Durch meine Mitbewohnerinnen habe ich A damals in Bournemouth kennen gelernt und sie erzählte mir von ihren Tickets, nachdem ich mich während einer Pub Night über meinen Frust geäußert hatte. Lieb, wie sie nun einmal ist, hat sie mich gefragt, ob ich mit ihr hingehen möchte, weil ihre ursprüngliche Begleitung doch nicht mitkommen konnte. Allerdings musste ich erstmal mit einem "vielleicht" antworten, auch wenn alles in mir JA! gerufen hat. Doch ich wollte weder ihr noch mir falsche Hoffnungen machen. Ich konnte ohne Dienstplan natürlich nicht sofort zusagen.
Zwei Wochen vor dem Konzert ist sie noch einmal auf ihr Angebot zurück gekommen und zu der Zeit wusste ich dann auch über Bus- und Zugverbindungen besser bescheid. Es lag nun nur noch daran, ob ich frei bekommen würde oder nicht. Im Normalfall gibt es immer einen freien Tag pro Woche und deswegen habe ich einfach meinen Boss gefragt, ob er den auf Freitag legen könnte und ob ich für die Rückreise am Samstag nicht zur Frühschicht kommen bräuchte. Und siehe da, alles hat geklappt!


Meine Anreise verlief gut, außer dass ich später in Bournemouth ankam, als gedacht und wir erst nach dem Öffnen der Türen an der Konzerthalle waren. Wenn man Stehplätze im Innenraum hat, ist das nicht die beste Voraussetzung für eine tolle Sicht! Überraschenderweise war es trotz unserer unpünktlichen Ankunft noch sehr leer vor der Bühne und so konnten wir einen guten Platz ergattern. Das Konzert war so fantastisch wie erwartet und wir hatten eine tolle Zeit. Dan, der Leadsänger, ist so unglaublich gut live. Ich kann wirklich jedem empfehlen mal zu einer Bastille Show zu gehen!
Nach dem Konzert haben wir noch ganz stalker-like mit Anderen am Hintereingang gewartet, aber ohne Erfolg. Ich habe NIE Glück bei sowas. Also standen wir fast drei Stunden draußen in der Kälte und natürlich sind sie woanders rausgekommen und natürlich auch erst nachdem wir das Warten schon aufgegeben hatten. Na ja, eines Tages!

Ich war so frei und habe ein kleines Video über meinen Ausflug zusammen gebastelt und hoffe, es gefällt euch!  Leider konnte ich nicht meine ursprüngliche Bearbeitung verwenden, da es durch eines der Lieder im Hintergrund in Deutschland gesperrt gewesen wäre. Es ist eine Schande, dass ich sie euch vorenthalten muss!

Nichtsdestotrotz - viel Spaß beim Anschauen!


liebste Grüße,
 Nina :)